Wie Hund und Katz? Mit Tieren eine Spotveranstaltung besuchen

Sicher war das eine oder andere Herrchen oder Frauchen schon einmal in folgender Situation: Es findet eine spannende Sportveranstaltung statt – doch niemand hat Zeit, währenddessen auf den vierbeinigen Freund aufzupassen. Und da reift die Idee heran: warum eigentlich nicht mitnehmen? Hier verraten wir Ihnen, ob Sie Haustiere überhaupt mit zu Sportveranstaltungen nehmen dürfen und worauf Sie dabei achten müssen.

Tiere richtig transportieren

Zunächst einmal ein Thema, dessen sich viele Hunde- und Katzenbesitzer gar nicht bewusst sind: Schon der Transport im Auto zum Sportevent unterliegt Regeln, die eigentlich immer beim Autofahren mit dem Vierbeiner gelten. Wer sein Haustier ungesichert mitnimmt, begeht einen Verstoß gegen die Sicherungspflicht von Ladung (§ 22 Abs. 1 StVO). Denn Hund oder Katze können nicht nur den Fahrer ablenken, sondern bei Unfällen zu einer echten Gefahr werden.  

Am besten reisen Miezi und Bello also in entsprechenden Transportboxen aus Kunststoff oder Metall, die praktischerweise auch als Schlafplatz verwendbar sind. Allerdings dauert es zunächst etwas, bis sich das Tier daran gewöhnt hat, also rechtzeitig damit anfangen.

Wann sind Tiere erlaubt, wann nicht?

Grundlegend lässt sich vorwegnehmen, dass bei bedeutenden Großveranstaltungen die Mitnahme von Haustieren nicht erlaubt ist. Wenn „Auf Schalke“ oder in der „Allianz Arena“ der Ball rollt, sind höchstens die Vierbeiner der polizeilichen Hundestaffel zu sehen. Wer sich die AGBs der „Großen“ durchliest, wird auch immer eine Klausel finden, die das Mitnehmen von Tieren ausschließt. Und letztlich sollten Sie sich auch klar sein: Laute Fangesänge, Trillerpfeifen, Tröten und die schiere Masse an Menschen sind für Hund und Katze purer Stress.

Bei kleineren Sportveranstaltungen wie dem Spiel vom örtlichen Fußballverein oder dem Leichtathletikwettbewerb der Schule sind aber gerade Hunde oft gesehene „Zuschauer“, Katzen aufgrund ihres zurückgezogeneren Wesens allerdings eher selten. Für beide gilt aber immer: anleinen! Bei Hunden ist ein Maulkorb ratsam – nur zur Sicherheit.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fragt einfach kurz beim Sportveranstalter, ob Vierbeiner als „Fans“ zugelassen sind und ob es womöglich Bereiche gibt, in denen sie im Weg stehen. So sollten Sie mit Hund oder Katze an der Leine nicht unbedingt unmittelbar hinter dem Zieleinlauf stehen und auch die Nähe zu Lautsprechern ist aus Rücksicht auf das Tier zu meiden. Gerade die empfindlicheren Katzen (aber auch sensible Hunde) fühlen sich generell wohler, wenn sie in einer gewohnten Transportbox in einem ruhigen Eckchen platziert sind und dem Spektakel von Ferne beiwohnen dürfen. Wer mit Fahrrad und Hundeanhänger anreist, lässt Waldi alternativ im Hänger sitzen.

Und so banal es klingt: Denken Sie daran, vor dem Sportevent noch einmal „Gassi“ zu gehen!

Alternativen für Hundebesitzer

Wenn die Mitnahme von Tieren nicht gestattet ist, so bieten gerade viele der großen Sportveranstalter eigens eingerichtete „Wartebereiche“ für die Hunde. Wind-, regen- und sonnengeschützt sowie mit Wassernäpfen versorgt kann Ihr Vierbeiner dort auf Sie warten – beaufsichtigt sind die Tiere in der Regel aber nicht.