27.08.1995 - 08.12.2002
Frl. Fuchs, Rosette, rot-weiß-grau, p.e., kam als Ziehtochter und Gesellschafterin im zarten Alter von drei Wochen als Partnerin für die damals "einschichtige" Frau Meier zu uns. Ihre Lieblingsbeschäftigungen waren Essen und Schlafen, sie bedauerte stets, dass sie beiden nicht gleichzeitig nachkommen konnte. Sie war ein absolut unkompliziertes Schweinchen, gerade beim Krallenschneiden konnte sie "gottsjämmerlich" um Gnade flehen (natürlich erfolglos ;-))
Wegen eines retrobulbären Abszesses wurde ihr das linke Auge entfernt, sie hat sich trotz dieses Handycap den vollen Durchblick bewahrt. Danach mußte sie zwei weitere Operationen über sich ergehen lassen, was ihren Appetit und ihren Optimismus in keinster Form beeinträchtigen konnte.
Nach dem Tod ihrer Ziehmutter und Lebensabschnittsgefährtin vor beinahe zwei Jahren hatte Füchslein mit viel Würde und Humor die schwierigen "Regierungsgeschäfte" im Gehege übernommen und war bis zum letzten Tag ein ranghohes, von allen respektiertes Mitglied der Herde.
Es gab nicht einen einzigen Tag in ihrem Leben, an dem sie nicht mit lautem Pfeifen nach Essen verlangt und dieses dann mit bestem Appetit verschlungen hätte.
Wir sind glücklich, dass Füchslein, nach dem bekannten Volkslied liebevoll "unser kleiner Gänsedieb" genannt, so lange in unserer Mitte leben durfte und dass ihr ein Abschied ohne Schmerzen inmitten ihrer Herde vergönnt war. Sie hat nicht nur dort eine riesengroße Lücke hinterlassen.