Narkoseprotokoll für die Kastration eines Meerschweinchen- Bockes

  • Vor dem Aufsetzen der Inhalationsmaske werden beide Augen mit einer Salbe abgedeckt. Isofluran reizt die Augen und kann zu starkem Tränenfluß führen. Das Gleiche gilt für Injektionsnarkosen um ein Austrocknen der Augen zu verhindern.
  • Wenn der Bock schläft wird als erstes seine Mundhöhle mit Watteträgern von Nahrungsresten gesäubert, damit diese nicht in Narkose aspiriert werden können.
  • Während der gesamten Operation werden Herzaktion und  Sauerstoffsättigung von einer Hilfskraft überwacht.
  • Der Bock wird auf den Rücken mit Unterstützung des Nackens zwischen zwei Wärmebehälter gelegt, die seine normale Körpertemperatur aufrecht erhalten.
  • Das Operationsfeld wird rasiert und desinfiziert. Besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, dass die Perinealtasche und das Rektum leer sind, um eine Verschmutzung zu vermeiden. Die Region ist abzudecken.
  • Operation .........  Wegen Gefahr eines Leistenbruches mit Verschluß des Inguinalringes !!!
  • Der Hautschnitt wird mit Gewebekleber verschlossen
  • Postoperativ wird der Bock sorgfältig überwacht und warm gehalten.
  • Verabreichung eines NSAID (Rimadyl oder Metacam) und eventuell eines Schmerzmittels
  • Falls irgend eine Verschmutzung oder sonstige Komplikation vermutet wird, bekommt er ein Antibiotikum.
  • Er muss innerhalb von zwei Stunden nach der Operation wieder wach sein und fressen. Dann darf er wieder nach Hause. Der Besitzer wird darüber informiert, dass er den Bock ruhig und bequem halten soll und darauf achten, dass er normal frißt. Am Besten wird er alleine auf Tüchern gehalten, bis er wieder völlig fit und die Wunde trocken ist.

 

Der Besitzer muss darauf hingewiesen werden, dass bis zur völligen Wiederherstellung nach ein bis zwei Wochen:

  • im Käfig alle Rampen, Klettermöglichkeiten und zweiten Ebenen entfernt werden (Gefahr der Überlastung der Wunde, Leistenbruch)
  • täglich die Wunde zu kontrollieren ist auf normales Aussehen, Schwellung, Austritt von Eiter
  • Kontrolle des Gewichtes durch tägliches Wiegen
  • Überprüfung des Verhaltens und des Appetites.
  • Sollten irgendwelche Probleme auftreten, sofort in der Klinik anrufen

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