Aus: Tierärztliche Praxis, 1997, 5, 543-7

Harnsteinbildung bei 20 Meerschweinchen

(Cavia porcellus)

M. Fehr, S. Rappold

Aus der Klinik für kleine Haustiere (Direktor: Univ.-Prof. Dr. I. Nolte) der Tierärztlichen Hochschule Hannover

 

Schlüsselwörter: Urolithiasis - Meerschweinchen - Harnblasen- und Harnröhrensteine

Zusammenfassung: In einem Zeitraum von acht Jahren (1989-1996) wurden bei 20 Meerschweinchen Urolithen nachgewiesen. Fünf der betroffenen Tiere waren männlichen, 15 weiblichen Geschlechts, das Alter der Tiere betrug im Mittel 4,6 Jahre. Bei fünf männlichen Meerschweinchen waren die Urolithen in der Harnblase lokalisiert, bei den weiblichen Tieren wurden 13mal Urethrasteine und zweimal Harnblasensteine festgestellt. Drei der Urethrasteine konnten instrumentell entfernt werden, ein Stein ging nach Palpation spontan ab. Die übrigen 16 Steine wurden nach Zystotomie bzw. Urethrotomie operativ entfernt. Die infrarotspektroskopisch untersuchten Steine bestanden aus zwei oder mehr Mineralien. Bis auf zwei wiesen alle Steine einen Kalziumkarbonatanteil auf. Bei 10 der Urolithen wurde ein Struvitanteil ermittelt, alle stammten aus der Harnröhre. 12 von 20 Harnsteinen enthielten einen Anteil Kalziumphosphat, drei von 20 Kalziumoxalat. Das gehäufte Auftreten von Urethrasteinen nahe der Harnröhrenöffnung bei weiblichen Meerschweinchen sollte bei Patienten mit Hämaturie, aber auch bei unspezifischer Symptomatik differentialdiagnostisch berücksichtigt werden.

Key words: Urolithiasis - Guinea pig - Cystic and urethral calculi

Summary: Urolithiasis in 20 guinea pigs (cavia porcellus)

During 1989 to 1996 20 cases of urolithiasis in guinea pigs were diagnosed.15 (75%) of the animals were female, the mean age of guinea pigs with urolithiasis was 4.6 years. In five males and two females cystic calculi were diagnosed, in 13 female guinea pigs calculi were located in the urethra near the ostium urethrae externum. Three urethral calculi were removed by forceps, one by palpation manipulation, the rest surgically by cystotomy or urethrotomy. According to the results of infrared spectroscopy, calculi consisted of two or more minerals. Except of two all stones contained calcium carbonate,12 calcium phospate and three calcium oxalate. In 10 cases the calculi contained masses of struvite. Urethral calculi should be considered in the differential diagnosis of female guinea pigs in cases of hematuria and in cases of unremarkable clinical examination.

 

Einleitung

Während zur Harnsteinbildung beim Kaninchen eine Reihe von Untersuchungen vorliegen, beschränken sich die klinischen Hinweise zur Urolithiasis beim Meerschweinchen aus Heimtierhaltung auf Einzelfälle. So berichten Stuppy et al. (20) von einem männlichen Tier mit einem Harnblasenstein, Schmidtke und Schmidtke (18) von zwei Meerschweinchen mit je einem Harnblasen bzw. einem Harnröhrenstein. Postmortal weist Spink (19) bei einem wegen Obstipation und Hämaturie vorgestellten weiblichen Meerschweinchen Ureter- und Harnblasensteine nach. Hamel (5) kann aus dem Patientengut der Universitätsklinik in Leipzig immerhin bei 10 Meerschweinchen röntgenologisch Blasen- und Harnröhrensteine diagnostizieren. Andererseits verweisen Okewole et al. (14) auf eine als Urolithiasis gewertete Kristallablagerung in der Blase bei mehr als 50% von 364 aufgrund einer Streptococcus-pyogenes-Infektion verstorbener Meerschweinchen aus einer Farmhaltung. Bei der Steinanalyse werden Kalziumphosphat, Kalziumkarbonat, Magnesiumkarbonat (15, 20), Kalziumoxalat (15) und auch Struvit (8, 18) als Bestandteile der Urolithen ermittelt. In der vorliegenden retrospektiven Untersuchung wurden die Symptomatik und Inzidenz der Erkrankung, die Lokalisation der Urolithen sowie die Resultate der durchgeführten Therapie von Patienten der Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover ausgewertet und eine Harnsteinanalyse durchgeführt.

 

Material und Methode

An der Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurden in der Zeit von 1989-1996 die im Zusammenhang mit einer Urolithiasis bei Meerschweinchen auftretenden klinischen Symptome und röntgenologischen Befunde sowie Alter und Geschlecht der Patienten erfaßt. Die Harnsteinentfernung erfolgte bei allen Tieren in Allgemeinanästhesie nach Induktion mit Ketaminhydrochlorid 20 mg/kg KM plus Xylazin 2 mg/kg KM und Maskeninhalation mit Isofluran/Sauerstoff. Die Lokalisation der Harnsteine, die Methode der Steinentfernung und die Steinzusammensetzung wurden ermittelt. Zur Steinanalyse wurden die Urolithen bei maximal 37o C getrocknet und anschließend durch Infrarotspektroskopie quantitativ analysiert.

 

Ergebnisse

Fünf der betroffenen Tiere waren männlichen, 15 weiblichen Geschlechts, das Alter der Tiere betrug im Mittel 4,6 Jahre (Min. zwei Jahre, Max. acht Jahre). Anamnestisch stand bei acht Meerschweinchen eine Inappetenz im Vordergrund der Besitzerbeobachtungen; sechsmal wurde blutiger Harn bzw. Schmerzen beim Harnabsatz als Kardinalsymptom genannt. Bei drei Meerschweinchen war den Besitzern eine Umfangsvermehrung im Vulvabereich aufgefallen, zwei Tiere wiesen eine chronische Diarrhö auf, ein Tier wurde wegen Bewegungsstörungen vorgestellt. Für vier Meerschweinchen lag kein Vorbericht vor. Zwölf der 20 Tiere zeigten deutliche Anzeichen einer Abmagerung. Von 20 Harnsteinen wurden neun palpatorisch, 20 radiologisch sowie acht auch sonographisch dargestellt.

Blasenstein

Blasenstein bei einem 3-jährigen männlichen Meerschweinchen

Bei den fünf männlichen Meerschweinchen waren die Urolithen in der Harnblase lokalisiert, bei den weiblichen Tieren wurden 13 mal Urethrasteine und zweimal Harnblasensteine festgestellt (Tab.1). Bei allen Tieren wurde eine Allgemeinanästhesie durchgeführt. Drei der Urethrasteine konnten instrumentell mit Hilfe eines scharfen Löffels bzw. einer Fremdkörperzange entfernt werden, ein Stein ging nach Palpation spontan ab. Die übrigen 16 Steine wurden nach Zystotomie bzw. Urethrotomie operativ entfernt.

19 von 20 Konkrementen wiesen eine rauhe Oberfläche auf, die Farbe variierte zwischen weiß, grau, beige und hellbraun. Bis auf Patient Nr.7 (80% Kalziumphosphat, 20% Kalziumoxalat) und Nr.20 (Struvit 60%, Kalziumoxalat 40%) wiesen alle Steine einen Kalziumkarbonatanteil (Kalzit) auf (Min. 40%, Max. 90%; X = 66,7%). Als weitere Komponente konnte bei 10 dieser 18 Urolithen ein Struvitanteil (Magnesium-Ammonium-Monohydrat) von 35-60o/a (X = 42,5%) ermittelt werden. Die einen Struvitanteil enthaltenden Konkremente stammten alle aus der Harnröhre. 12 von 20 Harnsteinen enthielten einen Anteil Kalziumphosphat (Apatit) (Min. 5%, Max. 80%; X = 25,8%), drei von 20 Kalziumoxalat (5, 20, 40%) (Tab. 2).

Tab.1 Lokalisation von Harnsteinen bei Meerschweinchen an der Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover von 1989-1996.

Fall Nr. Alter (Jahre) Geschlecht Lokalisation
1 8 m Blase
2 5 w Urethra
3 5 w Blase
4 6 w Blase
5 2 m Blase
6 6 w Urethra
7 4 m Blase
8 7 w Urethra
9 3 w Urethra
10 2 w Urethra
11 4 w Urethra
12 3 m Blase
13 4 w Urethra
14 7 w Urethra
15 4 m Blase
16 2 w Urethra
17 6 w Urethra
18 3 w Urethra
19 6 w Urethra
20 5 w Urethra

 

Tab. 2: Zusammensetzung der Harnsteine bei Meerschweinchen an der Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover der Jahre 1989-1996.

Fall Nr. Substanz (%)

Kalzium-

karbonat

Mg-Ammonium-

Phosphat (Struvit)

Kalzium-

phosphat

Kalzium-

oxalat

1

80

 

20

 
2

80

 

20

 
3

70

 

30

 
4

80

 

20

 
5

90

 

10

 
6

45

50

5

 
7    

80

20

8

60

35

 

5

9

50

50

   
10

60

40

   
11

70

 

30

 
12

70

 

30

 
13

70

30

   
14

40

40

20

 
15

85

 

15

 
16

60

40

   
17

55

45

   
18

65

35

   
19

70

 

30

 
20  

60

 

40

 

 

Diskussion

Entgegen der im Schrifttum vertretenen Ansicht, daß Harnsteine beim Meerschweinchen nur vereinzelt vorkommen, werden i der eigenen Untersuchung in einem Zeitraum von acht Jahren immerhin bei 20 Meerschweinchen Urolithen nachgewiesen. In einer retrospektiven Studie untersuchen Peng et al. (15) systematisch die Organe verstorbener bzw. euthanasierter Meerschweinchen einer Zuchtanstalt. Dabei werden bei fünf weiblichen und einem männlichen von 170 (96 weiblich, 74 männlich) Meerschweinchen Harnblasensteine festgestellt. Dies würde einer Inzidenz von etwa 1,3-5,2% entsprechen und damit in einem für den Hund vergleichbaren Bereich liegen (1, 6, 7). Grundsätzlich ist bei der Beurteilung der Häufigkeit einer Urolithiasis zu beachten, daß spontan abgegangene Steine von den Tierbesitzern nur selten in der Einstreu ihrer Meerschweinchen entdeckt werden und damit einer korrekten Erfassung entgehen.

Harnsteine sollen bei weiblichen älteren Meerschweinchen häufiger vorkommen (17). In der eigenen Untersuchung beträgt der Anteil der weiblichen Tiere 75% (15/20), Peng et al. (15) berichten von fünf weiblichen und einem männlichen Meerschweinchen mit Urolithiasis. Beim Hund besteht dagegen beim männlichen Tier ein etwa doppelt so hohes Erkrankungsrisikio wie beim weiblichen (6), wenn auch rassespezifische Geschlechtsabhängigkeiten bekannt sind (7). Auch beim Kaninchen sind weibliche Tiere seltener betroffen, weil möglicherweise der während der Trächtigkeit und Laktation höhere Kalziumbedarf die Steinbildung verringert (16). Andererseits sollen weibliche Tiere aufgrund der anatomischen Gegebenheiten häufiger Harnwegsinfektionen mit daraus resultierender "Entzündungssteinbildung" aufweisen (2). Hinsichtlich der Altersverteilung mit im Mittel 4,6 (Min. zwei, Max. acht Jahre) Jahren liegen die eigenen Ergebnisse etwa in dem von Hamel (5) (zwischen 4,5 und sieben Jahre) genannten Bereich. Peng et al. (15) ermitteln ein geringfügig niedrigeres Durchschnittsalter von drei Jahren.

 

Blasenstein

Blasenstein bei einem 6-jährigen weiblichen Meerschweinchen

 

Nur bei sechs erkrankten Meerschweinchen der eigenen Studie berichten die Tierbesitzer von einer Hämaturie, die im Schrifttum als pathognomonisch für Harnwegserkrankungen, insbesondere für eine Urolithiasis bei Meerschweinchen gewertet wird (5, 11, 17, 19, 20, 22). Bei immerhin sechs weiblichen Meerschweinchen mit einer unspezifischen Inappetenz werden die Urethrasteine nach Palpation des kranialen perivaginalen Bereichs diagnostiziert. Der bei zwei Tieren beobachtete häufige, weiche Kotabsatz wurde möglicherweise durch heftige, steinbedingte Tenesmen verursacht. Für die gute Beobachtungsgabe dreier Tierbesitzer spricht deren Hinweis auf die durch Urolithen bedingte Umfangsvermehrung im Bereich der Harnröhrenmündung ihrer weiblichen Meerschweinchen. Das Ostium urethrae externum mündet beim Meerschweinchen kranioventral der Vaginalöffnung und ist üblichweise durch das Praeputium clitoridis verdeckt (Abb.3, 7). Bei neun der 13 Tiere mit Harnröhrensteinen ist, bedingt durch die Größe des Urolithen, die Harnröhrenöffnung deutlich erkennbar nach kranial und ventral verlagert, wie dies in ähnlicher Weise Kallab und Gries (9) mit ihrem Fallbericht beschreiben.

Die Urethrasteine werden bei drei der Meerschweinchen instrumentell mit einem scharfen Löffel bzw. einer Fremdkörperzange entwickelt. Alternativ kann auch eine Steinzertrümmerung mittels runder Zahnsteinultraschallsonde bei einer Frequenz von 30 KHz erfolgen (9). Hamel (5) spült kleine, in der Harnröhre befindliche Steine zurück in die Harnblase und erspart sich damit den Harnröhrenschnitt. Andererseits können die Steine dann nur nach Laparotomie und Zystotomie entfernt werden. Das operative Prozedere bei den übrigen eigenen 16 Steinpatienten mit Zystotomie (siebenmal) bzw. Urethrotomie (10mal) entspricht der Vorgehensweise bei Hund und Katze.

Urethrastein bei einem 2-jährigen weiblichen Meerschweinchen

Die Harnsteinzusammensetzung wurde mittels Infrarotspektroskopie ermittelt, die als sichere qualitative und quantitative Analysemethode gilt (6). Interessanterweise bestehen in der eigenen Untersuchung alle untersuchten Steine aus zwei oder mehr Mineralien. Dagegen sind beim Hund mehr als 60% der Urolithen monomineralisch (7), beim Menschen lediglich 28% aus einem Mineral zusammengesetzt (8). Die ermittelten Steinkomponenten entsprechen überwiegend den in der Literatur beim Meerschweinchen beschriebenen (8, 15,18, 20). Ähnlich wie beim Kaninchen (10, 16) überwiegen kalziumhaltige Minerale. So weisen 18 von 20 Urolithen im Mittel einen Kalziumkarbonatanteil von 66,7% (Min. 40% , Max. 90%), 12 von 20 im Mittel einen Kalziumphosphatanteil von 25,8% (Min. 5%, Max. 80%), drei von 20 Kalziumoxalatgehalte von 5, 20 und 40% auf. Die Bildung dieser drei wichtigsten Harnsteinbestandteile des Meerschweinchens wird u. a. durch eine Mineralstoffüberversorgung begünstigt. So können Meyer et al. (13) durch Fütterungsversuche nachweisen, daß Kalzium und Phosphor zu einem hohen Prozentsatz (80 ± 8% bzw. 50 ± 17%) absorbiert werden. Der Plasmagehalt von Kalzium mit im Mittel 2,9 mmol/I bzw. 11,6 mg/dl wird jedoch nicht durch die orale Aufnahme beeinflußt. Überschüssiges Kalzium und Phosphor werden - ähnlich wie beim Kaninchen (10) - überwiegend renal exkretiert mit entsprechendem Risiko einer Konkrementbildung. Kalziumoxalat als Mischsteinanteil wird nur bei drei Meerschweinchen der eigenen Untersuchung festgestellt, während beim Menschen fast zwei Drittel aller Urolithen aus Kalziumoxalaten (Whewellit und Weddelit) bestehen (8). Der erhebliche Struvitanteil bei 10 von 20 Meerschweinchen mit einem durchschnittlichen Anteil von 42,5% (Min. 35%, Max. 50%) überrascht. Dabei werden alle Konkremente mit einem Struvitanteil aus der Harnröhre, dicht am Ostium urethrae externum, entwickelt.

Urethrotomie

Inwieweit hier aszendierende Infektionen zur Genese beitragen, bedarf weiterer Untersuchungen. Auffälligerweise wird beim Meerschweinchen bisher jeweils nur von einem Harnstein mit einem Struvitanteil berichtet (8, 18). Ähnliches gilt auch für das Kaninchen mit einem Fallbericht (12). Reine Struvitsteine bilden sich beim Menschen ausschließlich unter Infektbedingungen. Für die spontane Entstehung dieser "Entzündungssteine" ist die Anwesenheit harnstoffspaltender Bakterien Voraussetzung (4). Von einer Urolithiasis bei Meerschweinchen in Verbindung mit bakteriell bedingten Harnblasenentzündungen berichten Kunstyr et al. (11) (Corynebacterium-Stamm) und Okewole et al. (14) (Streptococcus pyogenes). Zur Inzidenz von Harnblasenentzündungen bei Meerschweinchen liegen unterschiedliche Angaben vor. So ermittelt Wood (22) bei 19 von 500 Meerschweinchen (Inzidenz 0,6%) einer Zuchtanstalt eine Zystitis. Da nur weibliche Tiere betroffen sind, vermutet sie einen Einfluß weiblicher Geschlechtshormone bzw. der Trächtigkeit. Peng et al. (15) stellen dagegen bei 19 von 170 Sektionen (Inzidenz 11,2%) eine Zystitis fest. Dabei sind 17 der 19 betroffenen Meerschweinchen weiblich (89,4%).

Blasenstein

Zystotomie bei einem 3-jährigen männlichen Meerschweinchen

Insgesamt weist die vorliegende Untersuchung darauf hin, daß insbesondere bei weiblichen Meerschweinchen eher mit einer Urolithiasis gerechnet werden muß. Aufgrund fehlender oder unspezifischer klinischer Symptome und der Lokalisation vieler Harnsteine nahe der Harnröhrenmündung werden diese Konkremente erst bei einer bestimmten Größe bemerkt. Zudem wird diesem Bereich bei der klinischen Untersuchung, insbesondere bei der Palpation nicht genügend Aufmerksamkeit zuteil. Darüber hinaus werden das kaudale und kraniale Körperende bei einer "Übersichts- Röntgenuntersuchung" häufig ausgeblendet oder diese Bereiche werden von den durch Bleihandschuhe geschützten, das Tier fixierenden Händen überlagert. Konsequenterweise sollte deshalb vor allem bei weiblichen Meerschweinchen mit unklarer, besonders aber mit typischer klinischer Symptomatik dieser Harnröhrenabschnitt exakt untersucht werden.

LITERATUR

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3. Cooper G, Schiller AL. Anatomy of the guinea pig. Cambridge: Havard University Press 1975; 327.

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6. Hesse A, Sanders G. Urolithiasis beim Hund. EFFEM-Report 1987; 24:1-7.

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8. Hicking W, Hesse A, Gebhardt M, Vahlensieck W. Analytische Untersuchungen an Harnsteinen von Säugetieren. Fortschr Urolog Nephrol 1981;17: 40-9.

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10. Kamphues J. Kalziumstoffwechsel bei Kaninchen. - Bedeutung für die Kleintierpraxis. Proceed. 35. Jahrestagung DVG, Fachgruppe Kleintierkrankheiten,1989; 314-21.

11. Kunstyr I, Ernst H, Hackbarth H, Wullenweber M. Fallbericht: Therapieresistente Hämaturie und Cystitis bei einem Meerschweinchen. Kleintierpraxis 1989; 34: 341-4.

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13. Meyer H, Zentek J, Adolph P, Tau A, Mischke R. Untersuchungen zur Ernährung des Meerschweinchens. III. Nettoabsorption, renale Exkretion sowie Bedarf an Mengenelementen. Kleintierpraxis 1996; 41: 275-86.

14. Okewole PA, Odeyemi PS, Oladunmade MA et al. An outbreak of Streptococcus pyogenes infection associated with calcium oxalate urolithiasis in guineapigs (Cavia porcellus). Lab Anim 1991; 25:184-6.

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21. Wasel E. Meerschweinchen. In: Krankheiten der Heimtiere. 3. Aufl. Gabrisch K, Zwart P, Hrsg. Hannover: Schlütersche 1995; 47-79.

22. Wood M. Cystitis in female guinea pigs. Lab Anim Sci 1981; 15:141-3.

 

Anschrift des Verfassers:
Prof. Dr. M. Fehr
Klinik für kleine Haustiere
der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Bischofsholer Damm 15
D-30173 Hannover