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Critical Care |
| Critical Care ist ein hochwertiges Futtermittel zur Eingabe mit der Spritze oder zur freiwilligen Aufnahme für Pflanzen fressende Heimtiere, die durch Erkrankung oder nach Operation ihr gewohntes Futter nicht aufnehmen können. Die spezielle Zusammensetzung dieses Produktes auf der Basis von Timothy- Grasmehl mit einem hohen Faseranteil sorgt für ein physiologisches Darmmilieu und unterstützt die Verdauung kleiner Pflanzenfresser. Critical Care kann beim Tierarzt und über uns bezogen werden. In Österreich ist eine Bestellung beim MFiÖ die schnellste Möglichkeit, das Pulver zu erhalten. Charakteristika sind: |
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homogene Mischung:
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Zusammensetzung: Timothy- Grasmehl, Sojaschalen (aus genetisch verändertem Soja), Weizenkeime, Haferschälkleie, Weizenfuttermehl, Sojaproteinkonzentrat (aus genetisch verändertem Soja), Kochsalz, Melasse, Hefen, Öle, Vitamin-, Spurenelementvormischung. Handelsform: Beutel mit 141 g und 454 g Pulver. Aus der Produktinformation: A. Albrecht GmbH + Co. KG Veterinär-medizinische Erzeugnisse 88326 Aulendorf |
Wie bereite ich Critical Care zu? Mischen Sie 1 Volumenteil Pulver (z.B. 1 gestrichener Esslöffel Pulver) mit 1,5 Volumenteilen warmem Wasser (z.B. 1,5 Esslöffel Wasser). Am besten mischen Sie Critical Care zu jeder Fütterung frisch an, Sie können mit Wasser gemischtes Pulver aber auch bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren, Eine Lagerung über mehrere Wochen im Gefrierschrank ist ebenfalls möglich. Bitte denken Sie aber daran, dass die zur Fütterung aus dem Kühl- oder Gefrierschrank entnommene Portion immer auf 20°C bis 40 °C erwärmt werden sollte. Dazu stellen Sie das Gefäß mit dem Futter z.B. für einige Zeit in warmes Wasser. Sollte das mit Wasser zubereitete Futter zu dickbreiig sein, können Sie jeder Zeit warmes Wasser zumischen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. ![]()
Welche Fütterungsmethoden gibt es? Am einfachsten ist die Verabreichung des zubereiteten Breis in einer Schale. Sollte das Tier dazu zu geschwächt sein, können Sie den Brei auf einem kleinen Löffel anbieten. Falls Ihr Tier sehr schlechten Appetit hat bzw. die Nahrungsaufnahme krankheitsbedingt gestört ist, kann Critical Care mit einer Spritze (siehe auch Päppeln) in kleinen Mengen zwischen die Lippen verabreicht werden. Nicht zuviel, damit sich Ihr Tier nicht verschluckt. Spezielle Spritzen erleichtern diese Art der Fütterung. In besonderen Fällen kann Ihre Tierärtzin/lhr Tierarzt Critical Care auch mit einer speziellen Ernährungssonde eingeben. Hierfür wird Critical Care mit etwas mehr Wasser als oben angegeben zubereitet.
Übergang zum festen Futter Obwohl Critical Care alle lebenswichtigen Nährstoffe enthält, ist es immer das Ziel, das Tier so bald wie möglich an die Aufnahme des gewohnten artgerechten Futters heranzuführen. In der Übergangszeit von flüssiger zu fester Nahrung können Sie Critical Care zu kleinen Bällchen formen. Das gelingt, indem Sie einfach weniger Wasser bei der Zubereitung verwenden. Critical Care kann auch zur Geschmacksverbesserung des gewohnten Futters verwendet werden. Dazu streuen Sie ein wenig Pulver als Top-Dressing einfach darüber. Heu kann mit etwas Wasser besprüht werden, damit das Pulver besser haftet. Welche Menge soll ich wie oft füttern? Die Menge richtet sich in erster Linie nach dem Körpergewicht des Tieres: täglich 50 ml je Kilogramm.Grundsätzlich gilt: Je geschwächter ein Tier, desto öfter sollte es in kleinen Mengen gefüttert werden. Bei Erhöhung des Wasseranteils im zubereiteten Critical Care zur Erzielung einer dünnflüssigeren Konsistenz sollte die Fütterungsmenge entsprechend erhöht werden, um den Energie- und Nährstoffbedarf des Tieres zu decken. Bei einem konzentrierteren Mischungsverhältnis von Pulver mit Wasser von 1 zu 1 reicht eine etwas geringere Menge. Die im Einzelfall benötigte Menge ist von zahlreichen Faktoren wie z.B. Tierart, Alter, Gewicht, klinischer Zustand abhängig und sollte daher entsprechend täglicher Gewichtskontrollen bzw. der tierärztlichen Empfehlung angepasst werden. Sobald Ihr Tier wieder sein übliches Futter zu sich nimmt, wird die Critical Care- Ration von Tag zu Tag entsprechend reduziert. Frisches Wasser sollte zur freien Aufnahme immer zur Verfügung stehen. Geschwächte Tiere mit Wasserdefizit benötigen zusätzlich tierärztlich verabreichte Flüssigkeit.
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Tierartspezifische Hinweise Meerschweinchen Gerade Meerschweinchen haben einen hohen Bedarf an Nahrungsfasern. Meerschweinchen mit Appetitmangel profitieren besonders von der Ernährung mit Critical Care. Auch das für Meerschweinchen so wichtige Vitamin C ist in ausreichender Menge im Produkt enthalten. So beurteilen Sie den Fütterungserfolg: Das Tier nimmt wieder zu, der Stuhlgang normalisiert sich und die Neigung zur Blähung nimmt ab. Nach wenigen Wochen sollte sich auch der Zustand von Haut und Haarkleid verbessern.
Meerschweinchenbabys nehmen bereits wenige Tage nach der Geburt faserreiche Kost auf.
Daher kann Critical Care bei dieser Tierart auch als Aufzuchtfutter für verwaiste Jungtiere eingesetzt werden. Chinchilla Auch Chinchillas ernähren sich von pflanzlicher Kost und profitieren daher von der Critical Care-Fütterung. Die Erholungszeit kann sich mit dieser Spezialnahrung erheblich verkürzen.
Kaninchen Als Streicheltiere privat gehaltene Kaninchen dürfen natürlich auch mit Critical Care gefüttert werden. Denn Kaninchen mit mangelnder Nahrungsaufnahme lassen sich ebenfalls sehr gut mit Critical Care versorgen. Kaninchen sind jedoch stressanfällig, gerade bei der Spritzenfütterung. Daher sollte die Fütterung so behutsam wie möglich erfolgen. Idealerweise werden Kaninchen mit Critical Care alle 3 bis 4 Stunden gefüttert. Wenn dies dem Tier zu viel Stress bereitet, muss man sich auf eine 3-mal tägliche Fütterung beschränken.
Was tun, falls mein Tier Critical Care nicht mag? Critical Care wird von den meisten Tieren sehr gerne gegessen. Manche Tiere sind aber auf bestimmte Geschmacksrichtungen spezialisiert oder so geschwächt, dass sie die Aufnahme von Critical Care ablehnen. Dann können Sie Folgendes versuchen: Bereiten Sie den Futterbrei immer frisch zu. Nehmen Sie dazu unbedingt warmes Wasser, um das natürliche Gras-Aroma des Produktes zu intensivieren. Geben Sie zunächst nur eine sehr kleine Menge, damit sich Ihr Tier an den Geschmack gewöhnt. Probieren Sie es nach einigen Stunden erneut. Verwenden Sie zur Eingabe mit der Spritze am besten die Oralspritze von Ihrer Tierärztin/lhrem Tierarzt. Falls notwendig, können Sie den Geschmack für Ihr Tier optimieren, indem Sie vorübergehend sein bekanntes Leckerli in kleiner Menge einmischen, z.B. eine zerdrückte Bananenscheibe oder geriebenen Apfel.
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Wenn das Füttern aus der Spritze Probleme macht, kann Critical Care als eingedickte Paste in kleine Stücke oder schmale Streifen geformt werden und wird so von vielen Tieren freiwillig aufgenommen. Das trockene Pulver kann auch über Grünfutter gestreut oder in das Trockenfutter eingemischt werden, um die Aufnahme zu erreichen. Critical Care ist hauptsächlich für Tiere gedacht, die aus medizinischen Gründen nicht freiwillig Futter aufnehmen. Es ist wichtig, dass der Besitzer vom Tierarzt auf die Fütterungstechnik hingewiesen wird, nicht sachgemäße Verabreichung kann zu lebensgefährlichen Zwischenfällen führen, z.B. wenn Brei in die Atemwege gelangt. Auch deswegen bestehen "Oxbow Pet Products" und "A. Albrecht GmbH" darauf, dass Critical Care in erster Linie durch Tierärzte in den Verkehr gebracht wird.
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von Dawn Hromanik Die kleinen Pflanzenfresser wie Meerschweinchen und Kaninchen besitzen einzigartige Verauungssysteme. Sie haben ganz einfache Mägen und vergären ihre Nahrung im Dickdarm. In der Natur leben diese Tiere am unteren Ende der Nahrungskette. Sie fressen den ganzen Tag und sind ständig zur Flucht bereit, falls Gefahr eintreten sollte. Sie benötigen die ständige Aufnahme kleiner Mengen rohfaserhaltigen Futters zur Anregung der Darmperistaltik. Falls ein Tier nur einige Stunden nicht frißt, kann dies wegen des unterbleibenden Weitertransportes des Nahrungsbreis bereits zu Enteritiden und/oder Darmverschluß führen. Appetitlosigkeit, die durch Stress, Schmerzen oder Behandlungen bedingt ist, vermindert auch die Darmperistaltik und kann eine schnelle Genesung des Patienten verhindern. Dadurch kann die Keimbesiedelung im Dickdarm beeinträchtigt werden, Keime wie E. Coli und Clostridien können überwuchern und schwere Schäden anrichten. Eine Diät, die hohe Mengen an Rohfaser enthält, kann diesem Risiko entgegenwirken. Kranke Kleinnager müssen schnellstmöglich wieder zum Fressen ermutigt werden. Der Appetit der Tiere kann durch Heu bester Qualität, bevorzugt Luzerneheu (nicht anwenden bei Tieren mit Hyperkalzämie und/oder Neigung zu Blasensteinen) oder durch kleine Mengen von Grünfutter oder Kräutern stimuliert werden. Manchmal ist die Spritzenfütterung zur Anregung der Darmperistaltik und/oder einer Regeneration der Darmflora nötig. Eine vollständige Ausheilung schwerer Verdauungsstörungen kann 4 - 6 Wochen dauern! So lange können die Tiere brauchen, bis sich die Darmschleimhaut und die Keimflora wieder stabilisiert haben. Dies wird durch eine Diät aus Heu, Grünfutter, kleiner Mengen von Trockenfutter (bevorzugt über 23% Rohfaser) begünstigt. Futtermittel, die Stärke, Zucker oder Fette enthalten, sollten vermieden werden. 1. Chiou Peter W.S., Bir Yr, Lin Chang, (1994) Effect of different components of dietary fiber on the intestinal morphology of domestic rabbits, Comp Biochem Physiol Vol, 108A No 4 pp 629-638
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