Über alle Dinge im Schweineleben kann zwar nicht einmal "Frau Meier" Bescheid wissen, wir versuchen trotzdem, alle Fragen zu beantworten und bedanken uns hier im Namen aller Schweinchen für die dadurch initiierte Lernhilfe ;-)
Das ist nach unserer Ansicht ein psychisch bedingtes "Angstzittern". Sie fürchtet es, angefaßt oder sogar angesehen zu werden und fängt an zu vibrieren. Sie hat Angst vor Schmerzen, wahrscheinlich war ihr die ganze Krankheitsgeschichte sehr unangenehm und so zittert sie jetzt vorbeugend, wenn ihr irgend etwas zu nahe kommt.
Dieses Zirpen ist eine besondere Lautäußerung der Meerschweinchen und soll dem Abbau von Streß- Situationen dienen.
Der Lippengrind ist eine außerordentlich lästige und unangenehme Erkrankung, die durch viele unterschiedliche Ursachen entstehen kann. Ist ähnlich zu "offenen Lippen" oder Lippenherpes (auf fränkisch: "Bebbn") beim Menschen.
Das Sehvermögen der Meerschweinchen ist gut ausgeprägt und sie haben einen relativ großen Gesichtskreis, d.h. die seitlich am Kopf
liegenden Augen vermitteln dem Schweinchen ein sehr großes Sehfeld mit einer bemerkenswerten Rundumsicht von ca. 340°.
Aufgrund der Ausbildung von zwei verschiedenen Zapfenarten als Photorezeptoren ist auch Farbsehen möglich. Untersuchungen haben ergeben,
dass Meerschweinchen vor allem die Farben Rot, Gelb, Grün und Blau unterscheiden können. Auch in der Dämmerung finden sich Meerschweinchen
noch relativ gut zu Recht.
Schweinchen können aber Objekte in unmittelbarer Nähe nur schlecht erkennen. Jeder kennt es - ein Schweinchen beißt machmal eher in einen Finger, als in das in der Hand gehaltene Stück Gurke.
Die Übertragung der Tollwut ist nur durch den Biß eines infizierten Tieres oder das Verbringen des Erregers in eine offene Wunde möglich. Sollte ein Schweinchen von einem infizierten Fuchs/Hund/Katze gebissen werden, wird es alleine den Biß vermutlich nicht überleben. Wenn Gras Kontakt zu infektiösem Speichel hat, dann ist der Erreger dort nur sehr kurz (?Minuten) haltbar und müßte innerhalb dieser Zeitspanne in eine Wunde kommen. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung ist also annähernd null.
Heu ist das Grundnahrungsmittel der Schweinchen, ihr "täglich Brot". Gesunde Tiere können sich von Heu alleine ernähren, es enthält alle lebenswichtigen Stoffe in ausreichender Menge.
Man kann auch in "freier Wildbahn" nicht ausschließen, mit Vogelkot kontaminiert zu werden, aber provozieren würden wir das nicht. Vogelfutter wäre sicherlich das geringere Problem, Vogelkot ist aus hygienischen Gründen (unser Betreuer stellt sich gerade bildlich und geruchlich vor, auf dem Boden eines "Plumpsklo" zu wohnen) bedenklich und möglicher Überträger von Krankheiten (Chlamydien, Rodentiose,Salmonellose).
Augenkrankheiten können sehr unangenehm und schmerzhaft sein, du solltest baldmöglichst mit dem Tier einen Tierarzt aufsuchen!
Die Darmflora der Meerschweinchen besteht überwiegend aus Bakterien, die ohne Sauerstoffzufuhr leben können (Anaerobiern) und grampositiven Bakterien wie Kokken und Laktobazillen. Diese spezielle Bakterienflora ist in der Lage, Zellulose aufzuspalten. Die Gabe von Antibiotika, die selektiv gegen diese grampositive Flora wirken, kann zum Überwuchern einer untypischen Darmflora aus Colibakterien und Clostridien führen und schwere Durchfälle und tödliche Schockzustände bewirken.
Das ist schwierig, weil wir nicht alle Präparate kennen können. Nicht "schweinchentaugliche" Wirkstoffe sind z.B.:
Ampicillin, Amoxicillin, Erythromycin, Penicillin, Tylosin, Streptomycin und Clindamycin, eingeschränkt tauglich sind die Tetrazykline. Als Eselsbrücke kann man sich merken, dass ein Antibiotikum, dessen Wirkstoff mit "...mycin" (Ausnahme Gentamycin) oder "...cillin" endet, besser keinen Kontakt zu Schweinchen haben sollte. Wir weisen besonders nachdrücklich auf das Clindamycin hin, das leider immer noch häufig zur Anwendung kommt.
Schweinchentaugliche Antibiotika enthalten Stoffgruppen wie Sulfonamide (Trimethoprim- Sulfonamid) oder der Name des Wirkstoffes endet oft mit "...floxacin" (Enrofloxacin, Marbofloxacin, Ciprofloxacin, Ofloxacin) und natürlich das gute alte Chloramphenicol.
ja, da fehlt die natürliche "eingebaute Sonnenbrille", eine pigmentierte Iris.
Das könnte ein Anzeichen von totalem Relaxen sein, aber auch auf eine Herzkrankheit hindeuten. Beobachte das Tier genau, setzt es auf die Waage und falls irgend etwa Auffälliges festzustellen ist, geh mit ihm zum Tierarzt
Sicherlich, genauso wie bei anderen Spezies auch. Das größere Problem ist meist die Feststellung einer Herzkrankheit bei so kleinen Tieren.
Am sinnvollsten ist eine Kombination von beiden Möglichkeiten. Geh zum Tierarzt oder zu einem Züchter und lass dir das dort zeigen. Es wird nicht lange dauern, bis das Kürzen der Krallen deiner Tiere zur monatlichen Routine gehören wird.
Es wäre besser, die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung unter Aufsicht eines zuverlässigen "Aushilfskellners" zu belassen. Das ist aber leider nicht immer möglich. Hier müssen/dürfen Tiere, die behandelt oder sonstwie beobachtet werden, zusammen mit einem vertrauten Partner mit auf die Reise gehen.
Ja klar, wenn die Rinde so halbwegs entfernt und das Teil schön trocken ist, gibt es nichts dagegen einzuwenden. Wer möchte sich schon gern Borkenkäfer oder irgendwelche Schimmelpilze ins Haus holen ;-)
Da empfehlen wir, sofort zwei Baby- Mädels zu engagieren. Das Schweinchen könnte die beiden erziehen, wäre die Chefin, könnte ihnen beim Herumtoben lächelnd zusehen und sich ausruhen, wenn es ihr zu viel wird ("Großmutter- Syndrom"). Und eines Tages, so alles normal verläuft, wird "Oma" sich für immer zurückziehen und nicht das gleiche Problem noch einmal entstehen.
Es gibt gewichtige Gründe sowohl für als auch gegen eine Frühkastration. Sie sollte deshalb immer unter Berücksichtigung des jeweiligen Einzelfalles erwogen werden.
Geh baldmöglichst zum Tierarzt! Dein Tier hat vermutlich Räude, das wird von alleine nicht vergehen. Räude ist eine Erkrankung, die durch Milben verursacht wird, daran können Schweinchen eingehen! Eine Behandlung ist "relativ" einfach. Als weitere Ursachen kommen andere Ektoparasiten oder eine Pilzinfektion in Frage.
Nein, für Meerschweinchen gibt es keine speziellen Schutzimpfungen, es besteht hierzulande auch kein Bedarf daran. In England sucht man nach einem zuverlässigen Impfschutz gegen Bordetellen und Pasteurellen, diese Erreger sind hochinfektiös und ein großes Problem bei Ausstellungen. Dort gibt es Versuche, Schweinchen und Kaninchen mit einem intranasal zu verabreichenden Hunde- Impstoff (Kennel- Cough) zu immunisieren.
Kein Mensch kann exakt beurteilen, ob und wann ein Schweinchen Interesse an zusätzlicher Wasseraufnahme hat.
Aus eigenen Erfahrungen wissen wir, dass es unterschiedliche "Trinkcharaktere" gibt. Da sind "Vieltrinker", "Gelegenheitstrinker" und
"Nichttrinker" mit allen Zwischenstufen. Gelegentlich kommt aber auch ein "Nichttrinker" zum Nippel, vielleicht hat man ihm/ihr Gurke/Apfel oder Melone weggefressen oder
er/sie hat eben einmal zusätzlichen Durst.
Sicherlich sind "Kampftrinker" sehr lästig, wenn sie Tag und Nacht an der Pulle hängen, einschlägige Geräusche produzieren und ringsum eine richtige
"Sauerei" veranstalten. Das ist aber nicht die Norm, das sind in seltenen Fällen Einzeltiere, die das meist aus Langeweile machen. Das rechtfertigt
aber nicht, allen anderen das Trinkwasser wegzunehmen.
Letztendlich kommen auch medizinische Aspekte dazu, ein Schweinchen, das an Durchfall, Fieber oder noch schlimmeren Krankheiten (Diabetes, Nieren-/
Blasenprobleme) leidet, wird auch immer einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben, den es nach eigenem Ermessen regulieren können sollte.
Im deutschen Tierschutzgesetz, zweiter Abschnitt über Tierhaltung steht in § 2:
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat:
1.) muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2.) ....
3.) muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
Nach dem "Stand der Wissenschaft" beinhaltet die angemessene Ernährung ständig freien Zugang zu Trinkwasser, auch wenn die Tiere nicht davon trinken sollten. Wer kein Trinkwasser anbietet, handelt demnach gegen das Tierschutzgesetz (und letztendlich gegen das Grundgesetz!) und verfügt nicht die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Haltung von Tieren.
Einziger Wunsch zum 11. Gebutstag von Töchterlein war es, ein Meerschweinchen halten zu dürfen, nur die Erlaubnis dazu. Im Gegenzug würde sie sich zeitlebens nie wieder etwas wünschen, nicht zu Geburtstagen, nicht zu Weihnachten, nicht einmal zu ihrer Hochzeit. Zusätzlich gelobte sie ewigen Gehorsam, permanente Hilfe im Haushalt sowie auf Dauer schulische Leistungen allererster Güte.
So ein Sonderangebot konnten sich vernünftig denkende Menschen, für solche hielten sich ihre Eltern damals noch, nicht entgehen lassen. Kurz darauf zog Frau Meier hier ein.
Schlimmstenfalls Endwirte, denn keine Kuh oder kein Schaf wird wohl jemals ein Schweinchen fressen und sich dadurch infizieren ;-)
Der kleine Leberegel benötigt als Zwischenwirte eine bestimmte Schneckenart und Ameisen, kann also bei Meerschweinchen durchaus auftreten, wenn beide in der Umgebung leben. Er ist aber bei einer Kotuntersuchung relativ leicht erkenn- und hinterher auch behandelbar. Wir glauben aber nicht so recht daran, dass die Schweinchen Ameisen so richtig abschlucken, sie zerbeißen sie und spucken sie wieder aus. Insofern scheint uns die Gefahr nicht besonders groß zu sein. Man sollte nur die
Aufenthaltsorte von Weideschweinchen vorher nach Ameisenhaufen absuchen, schon alleine deshalb, weil deren Bisse doch erheblich schmerzhaft sind. Eventuell könnte man einen Landwirt oder einen Tierarzt in der näheren Umgebung einmal fragen, ob das Vorkommen von Leberegeln in der Region bekannt ist.
Entweder muss es seine gesamte Energie auf diesen Partner konzentrieren, da bleibt Personal nur "zweite Wahl", oder dieser strahlt einfach mehr Autorität aus. Logisch betrachtet muss es eigentlich heißen, das Beißen war eine Aufforderung, endlich einen Partner zu besorgen. Am wahrscheinlichsten ist, dass das Schweinchen männlich, der neue Partner aber weiblich ist - da werden einem nämlich schnell die "guten alten Gewohnheiten" ausgetrieben ;-))
Das Gewicht der Früchte beim Meerschweinchen beträgt 35 - 37% des Gewichtes der Mutter, das ist das höchste Verhältnis, das es bei allen Säugetieren gibt. Das ist so, als würde ein "Menschenwurf" mit 25 kg auf die Welt kommen. Beeindruckend!
Nur sehr subjektiv ;-))
Nach unserer Weltanschauung wächst Grünfutter auf der Wiese, Gemüse in Beeten oder beim "Gemüsetürken". Die Übergänge sind aber fließend, hier wurden auch schon Gras, Unkraut und Löwenzahn in Beeten gesichtet. Eine extreme Zwitterstellung nimmt der Mais ein, die köstlichen Blätter sind "Grünzeug", die Kolben "Gemüse". Saftfutter ist eine Teilmenge von Gemüse und Obst, oberhalb eine bestimmten Wassergehaltes wird es so genannt.
gutes Essen, ausreichend Getränk, zwei Häuser, zwei Tränken, zwei Freßnäpfe.
Wenn es Mädels sind, dann einen Zufluchtsort, wohin sich das ältere Tier vor dem jüngeren in Sicherheit bringen kann ;-))
Sollten es Jungs sein, dann umgekehrt - einen Unterschlupf, in den der Kleine hineinkommt und der Große nicht, das läßt sich durch die Größe des Einganges regulieren ;-)
Wenn es ein Junge und ein Mädel sind, die üblichen Verhütungsmaßnahmen ;-)
Dieser "Schiefhals" (Torticollis) kann unterschiedliche Ursachen haben, die baldmöglichst vom Tierarzt abgeklärt werden sollten.
Damit haben wir im Gartengehege keine Probleme, unter schweinshohem Gras und Kapuzinerkresse bleibt es angenehm kühl. Im Haus müssen wir allerdings etwas improvisieren: sommerliche Impressionen.
Bei Meerschweinchen ist das Haarwachstum nicht saisonal gesteuert, wie z.B. bei Hund und Katze. Das Meerschweinchenfell besteht aus unzähligen Haarbüscheln (Gruppen von 12 - 20 Haaren) und jeder einzelne Büschel hat jahreszeitlich unabhängig seinen eigenen Rhythmus. Es wechseln sich eine Haarwachstums-, eine Übergangsphase, in der das Wachstum zum Stillstand kommt, mit einer Ruhephase ab, der nach einiger Zeit der Ausfall des betreffenden Haarbüschels folgt. Da diese Phasen bei den einzelnen Haarbüscheln zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden, wachsen stets gleich viele Haare nach wie ausfallen.
Bei weiblichen Tieren beruht Haarausfall meist auf einer übermäßigen Östrogenproduktion (z.B. bei Zysten). Diese Hormone wirken auf die in der Haut liegenden Haarfollikel, von denen das Haarwachstum ausgeht. Eine hohe Östrogenkonzentration bewirkt jedoch eine Synchronisation der Wachstumsphasen. Die Haarbüschel verharren letztendlich in der Ruhephase, was anschließend zu einem Überwiegen des Haarausfalls führt.
Andere Ursachen können Mineralstoffmangel, Großträchtigkeit und vor allen Dingen Parasiten sein. Auch bei fehlenden Symptomen einer Räudeerkrankung wachsen bei 75% der betroffenen Schweinchen nach einer Räudebehandlung (oder durch Selbstheilung) die Haare problemlos wieder nach!
Keine Panik, das ist alles normal, da war wohl die Verfolgerin gerade läufig. Die Flüssigkeit ist Urin und diese Prozedur heißt streng wissenschaftlich "Abwehrharnen", umgangssprachlich wird es "Kampfpinkeln" genannt. Du müßtest mal unseren Gremmi sehen, wenn mehrere der Mädels gerade "hupfert" sind: er sieht immer aus wie frisch geduscht ;-)
Ein Ballenabszeß ist meist eine langwierige Geschichte. Zur Unterstützung der Heilung und der Desinfektion des Ballens kann ein Fußbad gute Dienste leisten. Wenn das Tier kooperativ ist und so brav dabei mitmacht wie Krümel oder seine Wunden so gut pflegt wie Bine, dann kann das die Abheilung deutlich beschleunigen.
Das können wir nicht beantworten, ohne deine Schweinchen längere Zeit zu beobachten. Wir haben aber einige Tipps, wie du ihr Wohlbefinden deutlich steigern könntest.
Es ist normal, wenn Babies während der ersten beiden Lebenstage abnehmen. Danach sollte aber Tag für Tag eine gleichmässige Zunahme erfolgen. Sollte das nicht der Fall sein, müssen die Kleinen mit einer Zusatznahrung versorgt werden.
Aha, sie suchen einen "Callbock" ;-)
Da sollte es bei euch keine Probleme geben. Der Ehrlichkeit halber sei gesagt, dass der Halter des Knaben Schwierigkeiten bekommen kann, wenn er mehrere Böcke hat. Man kann Böcke meist ganz prima zusammen halten, aber sobald irgendwie die Mädels ins Spiel kommen, kann es mit der Freundschaft für immer vorbei sein (wie im richtigen Leben ;-))
Etwa ab der 4.Woche schwellen die Zitzen an, ab der 6. Woche kannst Du ganz leichte Bewegungen spüren, die dann von Woche zu Woche heftiger werden. Vorher ist eine Trächtigkeit meistens nur an einer gleichmässigen Gewichtszunahme zu erkennen.
Wenn sie trächtig ist, dann ist sie kein "Fräulein" mehr ;-))
Sie wird deswegen nicht extra verwöhnt werden wollen! Beobachte sie intensiv, laß sie mit den anderen Tieren zusammen, füttere ganz normal und versuche einfach, ihren Zustand so gut es geht zu ignorieren. Auf keinen Fall überfüttern oder zusätzliche Leckereien anbieten, das schadet wesentlich mehr, als es nutzt.
Bei allen Zuständen, in denen ein Meerschweinchen über einen längern Zeitraum nicht ausreichend oder gar keine Nahrung aufnehmen kann, sollte es zusätzlich ernährt werden
Oben zwischen den Klammern steht schon die Erklärung ;-)
Wir Meerschweinchen haben eine etwas andere Art der Konversation als die Menschen. Wir halten nichts von langen Disputen, kleinere Diskussionen werden spontan erledigt und Abmahnungen oder Konventionalstrafen (Haareausreißen nicht unter zwei Büscheln) sofort ausgeführt - dann "samma widda guat" (vertragen wir uns wieder).
Critical Care ist eine optimal auf die Bedürfnisse von Nagern eingestellte Fertignahrung für Tiere, die wegen gesundheitlicher Probleme nicht oder nur ungenügende Mengen Futter selbst aufnehmen können. Um eine medizinische Grundversorgung und Beratung vor der künstlichen Ernährung der Tiere sicherzustellen, ist es nur über Tierärzte oder auf deren Anraten erhältlich. Frag deinen Tierarzt oder bei Fragen
Ja. Die Meerschweinchenlähme ist die wohl die bekannteste Erkrankung der Schweinchen und sie ist leider absolut tödlich. Es handelt sich um eine mit Gehirn- und Rückenmarksentzündung einhergehende Infektionskrankheit, in deren Folge die Tiere entweder nicht mehr schlucken (sog. Schlucklähme), oder ihre Hinterbeine nicht mehr bewegen können..
Über eine Krankheit namens Meerschweinchenpest gibt es in der Literatur keine eindeutigen Angaben. Sie wird meist in Zusammenhang mit der Lähme genannt. Es soll sich dabei um eine virale oder bakterielle Erkrankung handeln, die extrem ansteckend und absolut tödlich ist. Wahrscheinlich ist, dass der Begriff „Meerschweinchenpest“ ähnlich wie die „Hasen-“ oder „Nagerpest“ als ältere Bezeichnung der Tularämie (Francisella tularensis) angesehen werden kann. Verbreitungsgebiet ist aber eher Nordeuropa, da als Hauptreservoir der Erreger Lemminge gelten. Meerschweinchen wurden als Modelltiere bei Übertragungsversuchen infiziert, weil sich der Erreger im Labor sehr gut auf sie übertragen ließ. Die Tularämie ist keine Erkrankung, die heute eine klinische Bedeutung bei Meerschweinchen hätte.
Wir Meerschweinchen besitzen 20 Zähne (4 Schneide- und 16 Backenzähne), die wurzellos sind und zeitlebens weiter wachsen.
keineswegs - sie sind als Innenarchitekten tätig und dekorieren ihren Wohnraum neu. Nach einem eventuellen GAU wird sich sicher schnell ein neuer Karton (ohne Aufkleber, Klebebänder oder gar Klammern) finden, der ihren künstlerischen Tatendrang unterstützt.
Er wird, von Mutter Natur getrieben, als erste Amtshandlung der bisherigen Chefin seine Aufwartung gemacht und sie von einem geplanten "Regierungswechsel" unterrichtet haben ;-))
Zeitungspapier klingt etwas nach "Gefängnis", ein sauberes Handtuch oder Leintücher wären viel bequemer.
Geheimtipp: einen alten Kissenbezug mit Einstreu füllen und zunähen, dann normal waschen und trocknen lassen. Wir kennen Halter, die ihr ganzes Gehege mit solchen Kissen ausgelegt haben, die kommen einmal pro Woche in die Maschine und in den Trockner und alles ist bestens. Das spart auch jede Menge an Einstreu und deren Entsorgung.
Tannen- und Fichtenzweige sind ungiftig, wir haben häufig davon im Gehege liegen, weil sie als optimaler Sichtschutz und Raumteiler dienen können. Wir schätzen sie als außerordentlich schmackhaftes Dessert und Hilfsmittel zur Körperpflege. Kiefern gelten als "wenig giftig aber hautreizend", der dafür verantwortliche Stoff (Pinen) ist jedoch nur im Harz enthalten.
Ein Meerschweinchen- Denkmal steht auf der Ostsee- Insel Riems in der Nähe von Greifswald. Es soll an zig- Tausende von "ehemaligen Mitarbeitern" des dortigen Forschungsinstitutes für Virologie erinnen.
Normal ernährte gesunde Tiere brauchen weder zusätzliche Salz- noch Mineralstoffgaben. So lange nicht einzelne Tiere den Leckstein förmlich "auffressen", sondern nur gelegentlich eine Prise davon naschen, wird er auch keinen Schaden anrichten. Jedenfalls kann ein Zuviel an Salz und Mineralien mehr Schaden anrichten, als normale Nutzung verhindern könnte. Uns kommt so etwas nicht ins Gehege!
Die Kaudaldrüse ist eine etwa 1 cm oberhalb des After medial gelegene Drüse, die Pheromone produziert. Sie ist beim männlichen Tier stärker ausgebildet als beim weiblichen. Die Drüse ist sichtbar als etwas erhabene, ovale Region pigmentierter Haut und ist oft von öligen, verklebten Haaren bedeckt.
Die Perinealdrüsen liegen innerhalb der Perinealtasche, das ist eine unterhalb des After quer verlaufende flache Tasche aus dünner Haut. Sie enthält zwei Perinealdrüsen, die eine ölige Flüssigkeit absondern. Dieses Sekret dient zum Markieren des Reviers und als Lockstoff beim Sexualverhalten.
igittigitt - Finger weg vom "Allerheiligsten", wenn das nicht unbedingt erforderlich ist. Böcke sind doch keine "Saubären", die sich nicht selbst um ihre Körperpflege kümmern würden. Sollten Probleme damit auftreten, dann riecht man das intensiv, bemerkt "Unstimmigkeiten" beim Kotabsatz und verklebtes Fell an entsprechender Stelle. Von dem Moment an sollte dann allerdings eine routinemäßige Kontrolle (wöchent- /monatlich ?) erfolgen.
Bei normaler Perinealtasche und -drüse ist die Gefahr der Verschmutzung durch Manipulationen größer als der mögliche kosmetische oder therapeutische Effekt einer vorbeugenden Reinigung.
Bei kastrierten Böcken können sich noch Spermien in den Ampullen des Samenleiters befinden, die bei der Kastration nicht entfernt werden. Das heißt, der Herr könnte noch EINMAL "furchtbar fruchtbar sein", einmal in den nächsten 6 Wochen. Züchter setzen z.B. kastrierte Böcke zu tragenden Weibchen, damit sich dieser "letzte Schuss" im Dominanz- und nicht im Liebesspiel löst, denn das "Aufreiten" machen auch die kastrierten Böcke weiter, das ist angeborenes Sozialverhalten.
Das ist leider ein MUSS, denn das Mädel wird sofort im Anschluß an die Geburt wieder brünstig! Auch wenn weiterer Nachwuchs erwünscht ist, wäre das nicht gerade der optimale Zeitpunkt, so schnell dafür zu sorgen. Zwei Tage nach der Geburt könnte der Bock für gute zwei Wochen wieder zu seiner Familie.
erst mit einem Alter von mindestens vier Wochen und einem Mindestgewicht von 300g (beides muß zutreffen!!)
Wir können perfekt schwimmen! Schweinische Schwimmkunst macht auch vor künstlich angelegtem Gewässer nicht halt, so lange der Horizont nicht über drei Baggerschaufel- Breiten entfernt ist.
Schweinchen machen selten das, was man von ihnen erwartet, sie pinkeln überall hin, liegen bevorzugt an Plätzen (Heuraufe, Futternapf, Klo- Ecke), die nicht dafür vorgesehen sind (Zwischenruf: "wie mein Mann"), kurzum sie erobern sich ihren Lebensraum selbst. Das Personal muss nur clever genug sein, die Toilette dorthin zu stellen, wo die Tiere bevorzugt ihre Geschäfte erledigen und das Schlafzimmer dort einzurichten, wo sie am liebsten liegen. Das kann man dann jederzeit als eigene Idee und Erziehung verkaufen ;-)
Selbstverständlich, vermutlich werden sie genau da drinnen schlafen oder essen ;-)
Da der Löwenzahn, ähnlich wie auch wir Meerschweinchen, ein sehr sozial eingestelltes Lebewesen und eine Einzelhaltung nicht artgerecht ist, sollte er aus pflanzenschützerischen Gründen niemals alleine verspeist werden, sondern immer zusammen mit einer möglichst großen Gruppe von Artgenossen.
Sie wachsen wieder nach und zwar mit einer Geschwindigkeit von etwa 2 mm pro Woche. Es kann das Gleiche fressen wie sonst auch, du mußt es ihm nur etwas zerkleinern und womöglich aus der der Hand füttern, weil es ohne die Schneidezähne zwar kauen, aber nicht abbeissen kann.
Definitiv nein, aber sie können Geräusche zuordnen. Öffnen der Kühlschranktür oder rascheln mit Papier führt zu Pfeifkonzerten, weil es im Zusammenhang mit "da kommt etwas zu essen" steht, warum nicht auch ein sanft gesäuseltes "Schweinieschatz du kleiner Racker" ;-))
unter der Voraussetzung, dass Schweinchen sich nicht besonders viel juckt und kratzt, keine haarlosen (ausser hinter den Ohren und an den Beinchen) oder geröteten Areale an ihr zu sichten sind und sowohl das Verhalten normal als auch der Appetit und die Neugier unermeßlich sind (puh - was für ein Satz ;-)) ........ ist das völlig normal.
Es wird "popcornen" genannt, weil die Tiere wie Popcorn in der Pfanne herumspringen, wie junge Pferde, in jeder Lebenslage (außer der Nachtruhe). Meist werden dabei auch quieksende Laute produziert. Einen schöneren Ausdruck von Lebensfreude kann es eigentlich gar nicht geben ;-)
Genießt es!
Wir haben vor unserer ersten größeren "Vergesellschaftung" den Tipp bekommen, "Tiere reinsetzen und zwei Tage das Haus verlassen". Natürlich haben wir das nicht gemacht, es wäre aber die Lösung gewesen ;-)) Inzwischen haben wir bestimmt zwanzigmal diese Prozedur mitgemacht. Die Neuzugänge müssen erzogen und in die Rangordnung in Käfig oder Gehege integriert werden. Das geht nicht immer, selten ohne kleinere Reibereien, hier hat es immer problemlos funktioniert. Nach zwei Tagen werden sie sich beschweren, wenn du die Kleine herausnehmen möchtest ;-) Empfehlenswert wäre eine vorherige "Willkommens- Party" auf neutralem Territorium.
Der größte Fehler bei Vergesellschaftungen ist nach unserer Ansicht, Tiere kurze Zeit einzusetzen und dann bei Unstimmigkeiten wieder herauszunehmen. Schweinchen lernen nicht in Etappen und dann beginnt der "Kampf" jedesmal wieder aufs Neue.
Da sieht man es wieder, die Lehrer haben keine Ahnung und die Schüler müssen darunter leiden ;-))
Die Anzahl der Knochen bei Meerschweinchen liegt zwischen 256 und 261. Dazu muss aber gesagt werden, dass alleine der Kopf schon so aus ca. 47 Knöchelchen besteht, darunter diese Miniknochen im Ohr. Dann ist auch die Zahl beim erwachsenen Tier niedriger als beim jungen, weil einige Knochen im Alter zusammenwachsen. So besteht z.B. das Kreuzbein beim männlichen Tier aus 4, beim weiblichen nur aus 3 Knochen, die zu einem Knochen zusammengewachsen sind. Last not least haben die Böckchen einen Knochen mehr als die Mädels, sie tragen nämlich im Penis noch einen spazieren.
Na klar, aber unser Zahnwechsel erfolgt schon im Mutterleib und zwar zwischen dem 50. und 55. Tag der Trächtigkeit. Wir brauchen sofort nach der Geburt ein voll funktionsfähiges Gebiß.
Logisch. Trolli und Michel und Kleine leben bei Johannas Tante. Wir sehen uns ab und an, doch seit ich dort ausgezogen bin, vertragen wir uns nicht mehr. Vater kommt aber manchmal, um Frl. Fuchs zu besuchen!
Die Fuchs habe ich mir als Freundin erzogen. Manchmal besucht uns ein Glatthaar namens Ignaz. Seit sich allerdings herausstellte, daß er ein Mädchen ist, interessiert er mich nicht weiter.
Das kommt darauf an. Am Cello war Johanna eine Zumutung, am Klavier hören wir sie gerne, am liebsten haben wir es, wenn sie uns leise als "Hintergrundmusik" die Backstreet-Boys vorspielt.
Wir bleiben wach, so lange wir wollen. Wenn Johanna ins Bett geht, werden wir in unseren Käfig gesperrt, damit wir nachts nicht heimlich den Hund anknabbern.
Natürlich nicht! Wir ziehen uns bei allen ungewohnten Geräuschen sofort in unsere Höhle zurück und kuscheln uns fest aneinander.
Jein. Auf Badewasser verzichten wir liebend gerne. Wenn wir viel frisches Grünfutter und Obst essen, benötigen wir kein zusätzliches Trinkwasser (das muss jedoch trotzdem immer und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen!!!).
Wir interessieren uns eigentlich weniger für andere Lebewesen. Ich habe aber noch nie einen Menschen mit Schwanz gesehen, entweder haben die keinen oder sie wollen uns imitieren und verstecken ihn besonders gut.
Wir sind von Natur aus stubenrein. Wir legen in unserem Revier sog. Kot-Ecken an. Man muß uns nur die Gelegenheit geben, diese immer und rechtzeitig erreichen zu können. Dir ist bestimmt aufgefallen, daß unsere Abfälle meistens an den gleichen Stellen liegen.
Von welchem Analphabeten stammt denn diese schwachsinnige Frage?
Sie kommt angeblich von einer englischen Münze, die etwa dem Gegenwert eines Meerschweinchens entsprach (sie muß sehr groß und aus reinem Platin gewesen sein). Wir hören diesen Namen aber nicht so gerne, denn Guinea Pig bedeutet sinngemäß "Versuchskaninchen". Im Amerikanischen nennt man uns einfach GP oder Cavy, das klingt wesentlich freundlicher.
Da läuft nix - obwohl es öfter einmal behauptet wird, die "Verbindung" zwischen Meerschweinchen und Kaninchen klappt nicht!
Sprichst Du alle Damen auf ihr Gewicht an? Na gut! Wenn der Durchschnittswert bei 700 -1000g liegt, muß es folglich auch mickrigere und stattlichere Exemplare geben. Nach hausinternen statistischen Erhebungen wiege ich gerade mal 966,66 g (Meier + Fuchs + Speedy / 3). Ausserdem habe ich schon mehrfach auf die Ungenauigkeit preiswerter Küchenwaagen hingewiesen!
Das ist sein normaler Fluchtreflex, den kann man nicht einfach abstellen. Du mußt sein Vertrauen gewinnen. Versuche, ihm Leckerbissen aus der Hand zu füttern, sprich ruhig mit ihm, vermeide Lärm und schnelle Bewegungen, streichle ihn in seiner Behausung. Doch erwarte nicht zu viel, im Gegensatz zu Hund oder Katze legen wir nicht viel Wert darauf, angefaßt zu werden.
Kein Problem. Laß uns die Adresse zukommen, damit wir nachschauen können, daß er nicht irgendwo als schlechtes Beispiel herumlungen muß. Natürlich haben wir die Animation selbst erstellt. Frl. Fuchs mußte nächtelang jonglieren, bis wir sie "im Kasten" hatten.
Dieser überlebenswichtige Reflex bewirkt sofortige Flucht, wenn wir aus der Luft, z.B. durch Vögel, attakiert werden. Er bewirkt allerdings auch, daß wir uns sofort aus dem Staub machen müssen, wenn jemand versucht, sich uns von oben zu nähern. Wegen dieses Effektes soll unser Käfig nicht auf dem Boden stehen, weil dann durch jede Bewegung im Raum dieser Reflex ausgelöst werden könnte.
Wir sind durch unser dichtes Fell dafür gerüstet, auch unwirtlichen Klimabedingungen zu wiederstehen. Das Problem bei der Freiland-Haltung sind Wind und Nässe, nicht die Kälte. Wichtig wäre, daß stets ein warmer, trockener Platz zum Aufenthalt zur Verfügung steht, der vor allem geschützt gegen Zugluft und Feuchtigkeit ist.
Das hängt natürlich von den Programmen ab, die Du so reinziehst! Wir sehen uns immer 'Schwester Stefanie' an, das ist unschädlich.
Scherz beiseite! Das Problem von Elektrosmog und elektrischen oder elektromagnetischen Feldern und ihre Auswirkung auf den Organismus von Meerschweinchen ist noch nicht zur Zufriedenheit geklärt. Wir versuchen (analog zu Ratschlägen an Menschen), mindestens einem Abstand von 1,5 m von Elektrogeräten einzuhalten.
Vitamin C wird im Organismus beim Abbau der Kohlenhydrate hergestellt. Dabei werden einfache Zucker zu Ascorbinsäure "veredelt". Der letzte Schritt dieser Synthese wird durch ein Enzym namens L- Gulonolacton- Oxidase durchgeführt.
Diese ist im Lauf der Evolution bei besonders hoch entwickelten Spezies (z.B. Meerschweinchen, Mensch) verloren gegangen, so kann das wichtige Vitamin C nicht in Eigenproduktion erstellt werden.
Wir können das aber nur für Meerschweinchen bestätigen, wie es beim Menschen ist, fragst Du am Besten Deinen Hausarzt.
Überschüssiges Vitamin C wird nicht einfach ausgeschieden, es kann in der Harnblase zu Oxalsäure reduziert werden. Diese ist Bestandteil einer bestimmten Art von Nieren- und Blasensteinen (Oxalatsteine). Sicherlich ist dazu zusätzlich eine gewisse Prädisposition erforderlich, ob ein Schweinchen (oder Mensch) diese besitzt merkt man leider erst dann, wenn es zu spät ist. Außerdem kann ein Zuviel an Vitamin C den Urin ansäuern (Normalwert beim "veganen" Schweinchen pH 9 !), dies kann zu irreversiblen Nierenschäden führen.
Ein gesundes und artgerecht ernährtes Meerschweinchen braucht keine zusätzlichen Vitamingaben. Bei kranken, rekonvaleszenten oder Zucht- Tieren kann, besonders im Winter, eine Vitaminzufuhr erforderlich sein. Vitaminzusätze zu Futter oder Tränke sollten möglichst wenig Zucker enthalten.
Handelsübliche Kaninchenfutter enthalten zu wenig Vitamin C und manchmal zu viel Vitamin D. Auch Kokzidiostatika, die beigesetzt sein können, sind für Meerschweinchen unnötig und werden für Kümmern, vereinzelte Todesfälle und Störungen der Darmflora verantwortlich gemacht. Meerschweinchen benötigen zum optimalen Wachstum auch etwa 30% - 35% mehr von der Aminosäure Arginin als Kaninchen.
Mit Trockenfutter sollte sehr sparsam umgegangen werden, maximal täglich 1 Eßlöffel pro Tier. Es entspricht nicht der physiologischen Nahrung der Meerschweinchen, weil es sehr energiehaltig ist und vom Tier einfach zerbissen und abgeschluckt, nicht jedoch zermahlen wird.
Meerschweinchen ja, Kaninchen nein. 1920 fanden Waldmann und Pape heraus, dass Meerschweinchen empfänglich für das MKS-Virus sind. Im Zeichen der Wissenschaft starben unzählige Schweinchen bei MKS- Versuchen. Aus diesem Grund steht auf dem Riems (Insel Riems, Nähe Greifswald) sogar ein entsprechendes Denkmal. MKS ist tierexperimentell auf Meerschweinchen übertragbar. Ob Spontaninfektionen vorkommen und eine Erregerdichte wie bei künstlicher Infektion auch in der Natur vorkommen kann, wird angezweifelt.
Auf vielfache Nachfrage: das Denkmal auf Riems kann besichtigt werden - es liegt ausserhalb der "restricted area"!!!
Da gibt es eine ganz einfache Faustregel: 8% seines Körpergewichtes, davon aller- aller- aller- maximal 20% Trockenfutter. Das sind für ein 1 kg schweres Tier 80 g Futter, davon höchstens 15 g Trockenfutter, in diesem Fall wäre sogar "noch weniger = noch mehr"
Im Regierungsviertel ist prinzipiell der Aufenthalt nur der Rangobrigkeit gestattet! Die Gebäude werden zwar zwecks Futterrecherche gelegentlich verlassen, unberechtigtes Betreten wird spontan mit Haareausreissen nicht unter zwei Büscheln geahndet. Der Zugriff aufs Allerschweinischste ist bei "beleidigtschau"- Androhung auch dem Personal untersagt, das erschwert die Reinigungsarbeiten erheblich. So wurde das Prinzip blitzschnellen Haustausches zweier gleichartiger Gebäude samt Kellerräumen sofort nach Fütterungsbeginn entwickelt.
Die rangniederen Zehntausend haben ein Anrecht auf Unterkunft, nicht jedoch auf Wohneigentum und müssen auch peinliche Kontrollen möglicher heimlich angelegter Nahrungsreserven dulden. Sie wechseln stets in mehr zufällig erscheinender Folge ihre Ruheplätze ohne Murren.
Wasch Du Dir mal ein Leben lang nicht die Haare und bekomm dann keine Schuppen ;-))
Nach Aussage von "Fachleuten" gibt es Schuppen beim Schweinchen überhaupt nicht (bei uns schon, bevorzugt in Höhe der Kruppe oberhalb unserer "Kaudaldrüse". Bei unserem monatlichen "großen Kundendienst" werden die herausgekämmt und bei Bedarf mit einem milden Babyschampon betupft).
In allen Meerschwein- Lebenslagen - einfach kurz Frau Meier fragen ;-)
Unser Mitarbeiter Jockel war Experte in dieser Thematik! Hier seine besten Tipps.